Inhalt: Google Ads / SEA, High-Intent-Keywords, Conversion-Raten, YMYL, Google-Ads-Optimierung
Als Google-Ads-Spezialist gehört Erwartungsmanagement zum Alltag. Was kosten Google Ads? Mit wie vielen neuen Anfragen pro Woche kann ich rechnen? Wann sehen wir erste Ergebnisse? Gerade im Erstgespräch landen Kundinnen und Kunden sehr oft bei der Frage nach dem Best-Case-Szenario: «Und was war deine beste Kampagne bisher?»
Ich beantworte diese Frage ungern. Nicht weil meine beste Kampagne schlecht gewesen wäre, im Gegenteil, sondern weil meine beste Kampagne…
- nicht in erster Linie wegen mir so gut war,
- und die Antwort irreführend wäre, weil die meisten Firmen dieses Benchmark wahrscheinlich nicht replizieren können.
Also, meine beste Kampagne: Conversionrate von über 60%, Cost-per-Conversion bei circa CHF 15 und der Return-on-Ad-Spend im mittleren vierstelligen Bereich. Die Kampagne war weder besonders kreativ noch technisch aussergewöhnlich. Wie ist das möglich? Ganz einfach… es war ein Notfall-Elektriker.
Manche Branchen können bei Google Ads kaum versagen
Es gibt ein paar wenige Dienstleistungen und Produkte, die sich so gut für Google Ads eignen, dass es fast unmöglich ist, damit zu scheitern. Und die Voraussetzungen dafür sind eigentlich recht intuitiv: Immer dann, wenn es für Kundinnen und Kunden vor allem darauf ankommt, sofort und unmittelbar einen seriösen Anbieter zu finden.
Die gemeinsamen Nenner hier lassen sich relativ genau definieren:
- Akutes Problem
- Wenige alternative Lösungen
- Kurze Entscheidungszeit
SEA für Pikett- & Notfalldienste
Das naheliegendste Beispiel wurde bereits genannt: Fast alle Pikettdienste – vom Schlüsseldienst über den Abschlepp- und Pannenservice und bis zum Notfallelektriker oder Heizungsnotdienst – fallen genau in diese Kategorie. Nutzer*innen, die eine Suchanfrage wie «Stromausfall Sonntag» in Google eingeben, führen meist keinen Preisvergleich durch oder entscheiden sich kurzfristig dazu, das Problem erst am Tag danach anzugehen. Das Risiko vor finanziellen oder anderen Schäden überwiegt.
Wer im richtigen Moment auf Platz 1 der Suchergebnisse ist, vertrauenswürdig wirkt und einen Weg zur unmittelbaren Kontaktaufnahme (Telefonnummer) hat, wird sehr wahrscheinlich kontaktiert.
Rechtliche, finanzielle und medizinische Angebote
Es gibt noch ein paar andere Angebote, die (mal mehr, mal weniger) ebenfalls in diese High-Intent-Nische fallen, aber ein bisschen komplexer sind. Auch wer nach Zahnschmerzen, Strafverteidigern oder Insolvenzberatung im Internet sucht, ist meist nicht in der Situation, das Problem aufzuschieben oder zu ignorieren.
Im Gegensatz zum Schlüsseldienst ist hier als Anbieter aber (zurecht) Vorsicht geboten. Sogenannte YMYL-Themen («your money or your life») unterliegen häufig sowohl rechtlich als auch in den Google-Ads-Richtlinien strengen Vorgaben.
Brauche ich dann überhaupt einen Ads-Fachmann?
Wenn Ads in diesen Branchen wirklich so ein Selbstläufer sind, fragt man sich schnell, ob es sich überhaupt lohnt, einen Marketing-Freelancer oder eine Agentur damit zu beauftragen. Ein paar Keywords und Anzeigentexte kann man als Unternehmer*in doch sicher selbst schreiben, oder? Ich würde dir trotzdem empfehlen, dich von einem Fachmann beraten und unterstützen zu lassen:
Google macht die Kampagnenerstellung inzwischen zwar sehr einfach, aber einige Einstellungen können die Kampagne trotzdem «kaputt» machen. Wer sich beispielsweise von Google durch die Kampagnenerstellung führen lässt, wird recht unzeremoniell in die Erstellung einer sogenannten PMAX-Kampagne oder eine Search-Kampagne mit Display-Retargeting geführt. Sprich, ein Nutzer, der einen Notfall hatte, bekommt für die nächsten Wochen Banner-, YouTube- und Discover-Werbung für deinen Notdienst gezeigt. Das ist rausgeworfenes Geld: Ich verspreche dir, dass niemand nochmal ins Stromkabel bohrt, wenn er nur genügend Werbung von dir sieht.
Expertise zahlt sich aus (buchstäblich)
Aber selbst mit den richtigen Einstellungen bleibt der wichtigste Hebel: In möglichst vielen relevanten Suchanfragen möglichst weit oben erscheinen, aber gleichzeitig Streuverluste vermeiden. Dazu braucht es Erfahrungswerte: Reicht «Anteil an Impressionen» als Optimierungsziel oder ist deine Kampagne einer der seltenen Fälle, wo auch im Jahr 2026 manuelle Gebotsstrategien noch Sinn machen? Wer ist die richtige Zielgruppe: Sollte man Mieter*innen direkt ausschliessen oder sagen die Daten, das nicht nur Immobilienbesitzer*innen deinen Pikettdienst in Anspruch nehmen?
Gerade in diesen High-Intent-Nischen sind Klickpreise zudem häufig extrem hoch. Das Keyword "Heizung Notdienst" kostet beispielsweise CHF 8.89 pro Klick: Bei diesen CPCs schmerzt jeder Fehlklick, gerade da er das Tagesbudget für tatsächlich relevante Einblendungen einschränkt.
Eine professionelle Optimierung solcher Kampagnen mit hoher Anfrage- und Verkaufsabsicht spart hingegen genau darum Geld, weil erfahrene SEA-Spezialisten genau wissen, welche Fehler man vermeiden muss und auf welchen Suchanfragen man nicht erscheinen will, ohne den Erfolg der Kampagne damit einzuschränken.
Denkst du jetzt über Ads nach?
Ganz egal ob du genau in so einer «High-Intent-Branche» arbeitest oder nicht: Google Ads können sich für viele Unternehmen lohnen... wenn sie richtig aufgesetzt sind. Als Onlinemarketing-Freelancer mit langjähriger Google-Ads-Erfahrung berate ich dich gerne zum Thema SEA.
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